HALLE 19
Mit Aila Ben Franken, Kai Friebus, Luca Kühl, Lea Mergell
ab 14 Jahren
„Es ist manchmal schwer, mich zu durchschauen. Zu wissen, wann ich Witze mache ...“
Adam, ein zurückhaltender Anglistikstudent, jobbt als Aufseher in einem Museum, wo er die Kunststudentin Evelyn daran hindern will, dem nachträglich angegipsten Feigenblatt einer nackten Männerstatue einen Penis aufzusprühen. Für Evelyn eine Protestaktion gegen Zensur, für Adam schlicht ein Regelverstoß. Adam kommt tapfer seinen Pflichten nach, fordert die schöne Besucherin auf, hinter die Absperrung zurückzutreten. Dabei kommen die beiden ins Gespräch, und Adam ist selbst überrascht, als er Evelyn um ihre Telefonnummer bittet. Aus dieser Begegnung entwickelt sich eine Beziehung: Sie treffen sich regelmäßig und werden ein Paar. Adam, der bisher kaum Erfahrung mit Frauen hat, bewundert Evelyn sehr. Für die selbstbewusste „Eva“ ist es so ein Leichtes, den linkisch-schüchternen Adam in einen heiß begehrten „Loverboy“ zu verwandeln. Seine Brille ersetzt sie durch Kontaktlinsen, sie ändert seinen Haarschnitt, seine Kleidung, schickt ihn ins Fitnessstudio und krempelt sein Leben bis in die intimsten Einzelheiten um. Amüsiert beobachten seine zwei besten Freunde, Jenny und Philip, die selber demnächst heiraten wollen, Adams Metamorphose. Noch ahnen sie nicht, dass auch sie bald Partner einer verhängnisvollen Affäre sind. – Neil LaButes DAS MASS DER DINGE, 2001 in London uraufgeführt, ist ein satirisches Beziehungsstück, das untersucht, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, um ihre Visionen zu verwirklichen.