Schlosstheater
Kammermusikring
Kuss Quartett - Alexander Lonquich, Klavier
So, 16.06.2024 20:00 Uhr Konzert
Schlosstheater
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KUSS QUARTETT

Jana Kuss (Violine)

Oliver Wille (Violine)

William Coleman (Viola)

Mikayel Hakhnazaryan (Violoncello)

ALEXANDER LONQUICH – KLAVIER

 

Programm

Leoš Janácek: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzer-Sonate‘‘

Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur op. 44

Robert Schumann: Noveletten für Klavier op. 21 Nr. 8

Erich Wolfgang Korngold: Klavierquintett E-Dur op. 15

 

Das Kuss Quartett setzt seit vielen Jahren neue Maßstäbe mit einer anspruchsvollen konzeptionellen Programmgestaltung. Ziel und Ideal ist es, sowohl dem traditionellen Publikum als auch neuen Hörern einmalige Erlebnisse zu bieten.

Die Primaria Jana Kuss und Oliver Wille als zweiter Geiger spielen seit über 30 Jahren Seite an Seite – zusammen mit ihren langjährigen Kollegen William Coleman und Mikayel Hakhnazaryan suchen sie mit Neugierde nach der Bestätigung des ewigen „Muss es sein“ des Streichquartettspiels.

Mit Hilfe einer Konzeptionsförderung des Landes Niedersachsen/ Musik 21 gab das Quartett in den vergangenen Jahren einige neue Werke für Streichquartett von Enno Poppe, Aribert Reimann, Manfred Trojahn, Bruno Mantovani, Iris ter Schiphorst Johannes Fischer und Mark Andre in Auftrag. Kooperationspartner dabei waren unter anderem Concertgebouw und Muziekgebouw Amsterdam, Paris Biennale, Wigmore Hall London und Suntory Hall Tokio. In den kommenden Jahren wird Sara Glojnarić und Francisco Coll neue Werke für das Kuss Quartette komponieren.

Die im November 2021 erschienene CD „FREIzeit“ dokumentiert die Werke von Poppe, Reimann, Trojahn und ist eine kreative Zusammenarbeit mit dem Perkussionisten und Komponisten Johannes Fischer, dessen Werk „Duft“ auch Teil des Albums ist, der Sopranistin Sarah Maria Sun und dem Slam-Poeten Bas Böttcher. „Ergebnis ist eine lustvolle und witzige CD (…) Das Ganze klingt frisch und kauzig.“ (SZ)

Diese musikalischen Partner reihen sich ein in die lange Liste der Künstler, mit denen das Kuss Quartett sich gern und immer wieder zusammenfindet, darunter Miklós Perényi, Dénes Várjon, Pierre-Laurent Aimard, Maurice Steger und viele mehr.

Das nächste Konzeptalbum mit dem Titel „KRISE“ erscheint im November 2022 und beleuchtet dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven mit bekanntem Quartettrepertoire und eigens dafür komponierten Auftragswerken.

In der kommenden Saison wird das Ensemble ein Carter-Mozart Programm mit Pierre-Laurent Aimard auf die Bühne bringen, spielt mit Alexander Lonquich und experimentiert bereits für das 2024 geplante Projekt „LISTENING SESSIONS“ gemeinsam mit Sara Glojnarić und Sarah Maria Sun – eine Hightech Klangerkundung zwischen klassischem Liederabend, Popkultur und aus der Historie gelöstem Streichquartett. Ein weiteres sehr ungewöhnliches Projekt heisst „KUSS@KOKON“. Hierbei hat ein Künstlerkollektiv bestehend aus den Tänzern Yui Kawaguchi und Ruben Reniers, dem Schlagzeuger Johannes Fischer und Slam Poetrist Bas Böttcher, die gemeinsam mit dem Kuss Quartett während der Corona-Pandemie und mithilfe des „Reload“-Stipendiums der Kulturstiftung des Bundes neue Konzert-Module entwickelt, welche hemmungslos die jeweiligen Kunstbereiche durchbrechen und zu neuen Formen erweitern.

2019 erhielt das Kuss Quartett als erstes deutsches Streichquartett das legendäre „Paganini-Quartett“ von Stradivari als Leihgabe von der Nippon Music Foundation. Auf diesen Instrumenten spielte das Quartett im Juni 2019 auf Einladung der Suntory Hall Tokio Beethovens kompletten Streichquartettzyklus. Die gleichzeitig entstandene Live-Aufnahme erschien im Frühjahr 2020 bei dem britischen Label Rubicon Classics mit Unterstützung des G. Henle Verlags.

Alexander Lonquich ist einer der führenden Klavierinterpreten unserer Zeit, sowohl als Solist wie auch als Kammermusiker. 1977 gewann er den ersten Preis beim Schubert-Wettbewerb Casagrande. Seitdem hat er Konzerte in Japan, den Vereinigten Staaten und in den wichtigsten europäischen Musikzentren gegeben. Er erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen von internationalen Kritikern wie den „Diapason d‘Or“, den „Premio Abbiati“ (als bester Solist 2016) und den „Edison Prize“ in Holland.

Als Solist spielte er mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Royal Philharmonic Orchestra, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestre Champs-Elysées, dem hr Symphonie Orchester, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und vielen anderen, unter der Leitung von Dirigenten wie Claudio Abbado, Philippe Herreweghe, Heinz Holliger, Manfred Honeck, Ton Koopman, Emmanuel Krivine, Mark Minkowski, Kurt Sanderling und Sándor Végh. Darüber hinaus tritt er in seinen Konzerten häufig in der Doppelrolle als Pianist und Dirigent auf und bringt so kammermusikalisches Zusammenwirken auf die große Orchesterbühne. Große Erfolge feierte er so mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, Camerata Salzburg, Mahler Chamber Orchester, Deutsche Kammerphilharmonie, hr Sinfonieorchester Frankfurt, Münchener Kammerorchester, Kammerorchester Basel, Orchestra da Camera di Mantova, Stuttgarter Kammerorchester, Gidon Kremers Kremerata Baltica, dem Mozarteum Orchester u.a..

Als Kammermusiker begeistert Alexander Lonquich in der künstlerischen Zusammenarbeit mit Partnern wie Nicolas Altstaedt, Vilde Frang, Nils Mönkemeyer, Joshua Bell, Gautier und Renaud Capuçon, Veronika Hagen, Heinz Holliger, Steven Isserlis, Leonidas Kavakos, Isabelle van Keulen, Sabine Meyer, Boris Pergamenschikow, Heinrich Schiff, Christian Tetzlaff, Jörg Widmann, Carolin Widmann, Frank Peter Zimmermann, Tabea Zimmermann, dem Auryn Quartet, dem Tokyo Quartett und dem Kuss Quartett.

Alexander Lonquichs zahlreiche CD-Einspielungen (EMI und ECM) wurden mit vielen bedeutenden Preisen wie Diapason d’Or, Premio Abbati und Edison Preis bedacht. Seit einigen Jahren arbeitet Alexander Lonquich intensiv mit ECM Records zusammen. Seine 2018 erschienene Doppel-CD für das Label Alpha-Outhere mit dem Titel „Schubert 1828“ erzielte großen Erfolg bei Publikum und Kritik und wurde im Februar 2019 mit dem renommierten „Preis der deutschen Schallplattenkritik 2019“ ausgezeichnet.


Karten und Termine
So, 16.06.2024 20:00 Uhr Konzert
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