Schlosstheater
QUATUOR MODIGLIANI
Amaury Coeytaux (Violine)
Loïc Rio (Violine)
Laurent Marfaing (Viola)
François Kieffer (Violoncello)
ROMAN BORISOV (Klavier)
Kryštof Marˇatka: AMEDEA-visage de jeune fille (2025)
Claude Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10
César Franck: Klavierquintett f-Moll
„...es ist ein Vergnügen zu hören, mit welchem Elan, welchem Spielwitz und welcher jugendlichen Kraft die vier hier agieren, ohne hemdsärmelig zu werden. Immer bleibt Gleichgewichtigkeit der vier Stimmen, klangliche Delikatesse, harmonische und dynamische Wachsamkeit und rhythmische Pointiertheit das Ziel. Das klingt unangestrengt, souverän und ungemein elastisch.“
Süddeutsche Zeitung
Das in Paris lebende Quatuor Modigliani, 2003 gegründet, blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück: Weltweit hat sich das Ensemble als eines der meistgefragten Quartette seiner Generation etabliert, das in den namhaftesten Konzertsälen und Streichquartettreihen auftritt.
Seit der Saison 2025/26 ist das Quatuor Modigliani Ensemble in Residence bei Radio France in Paris. Im Rahmen dieser Residenz gibt das Quartett jährlich zwei Streichquartett-Konzerte sowie einen Kammermusikabend mit Gastmusiker:innen. Die Residenz findet ihren Höhepunkt in der Uraufführung eines Auftragswerks des Komponisten Philippe Manoury. Weitere Highlights der vergangenen Saison waren eine Nordamerika-Tournee mit Auftritten in namhaften Sälen wie der Carnegie Hall und dem Kimmel Center in Philadelphia und eine Asien-Tournee mit Konzerten in Südkorea, China und Singapur. In Europa trat das Quartett unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, der Laeiszhalle Hamburg, der Gulbenkian-Stiftung in Lissabon und im Concertgebouw Amsterdam auf.
Das Quartett ist seit 2020 künstlerischer Leiter des Festivals „Vibre! Quatuors à Bordeaux“ sowie des renommierten „Bordeaux International String Quartet Competition“. Zudem gründete es 2011 das Festival von Saint-Paul-de-Vence, dessen künstlerische Leitung es ebenfalls innehat. Seit Herbst 2023 ist das Quartett außerdem Mentor an der École Normale de Musique de Paris Alfred Cortot.
Seit 2008 nimmt das Quatuor Modigliani exklusiv für das Label Mirare auf und hat bislang 13 preisgekrönte Alben veröffentlicht. Im Januar 2024 erschien das jüngste Album mit Streichquartetten von Grieg und Smetana, das von der internationalen Presse gefeiert und in die Bestenliste 2-2024 (Kategorie Kammermusik) des Preises der deutschen Schallplattenkritik aufgenommen wurde. Seit 2024 widmet sich das Quatuor Modigliani der wohl größten Herausforderung im Leben eines Streichquartetts: der Gesamteinspielung aller 16 Streichquartette von Beethoven.
Der 22-jährige Pianist Roman Borisov zählt zu den spannendsten Stimmen einer neuen Generation. Im Oktober 2022 gewann er als jüngster Teilnehmer den ersten Preis beim Kissinger KlavierOlymp. Die Jury lobte: „\[…] mit seinen hochmusikalischen, intuitiven und zugleich strukturbewussten Interpretationen von Werken Liebermanns, Beethovens, Rachmaninovs, Brahms’ und Prokofjews \[…] bewies er bedingungslosen Gestaltungswillen und beeindruckte durch seine natürliche und stimmige Bühnenpräsenz.“
Dank einer sensiblen, musikalisch gebildeten Kindergärtnerin wurde Roman Borisov bereits im Alter von vier Jahren der legendären Klavierpädagogin Mary Lebenzon am Konservatorium Nowosibirsk vorgestellt, die ihn bis 2020 prägte. Schon bei den frühesten Kinderwettbewerben machte er auf sich aufmerksam und erhielt u.a. ein Stipendium der Spivakov-Stiftung. Seit seinem ersten Preis beim Krainev-Jugendwettbewerb 2019 ist Borisov international präsent und gastierte u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Konzerthaus Berlin, beim Klavier-Festival Ruhr, dem Gstaad Festival, Flagey Brüssel, dem Verbier Festival, der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, der Isarphilharmonie München und dem Wiener Konzerthaus. Engagements führten ihn bislang zum Deutschen Symphonie-Orchester, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin, den Münchner Symphonikern, dem ORF-Symphonieorchester, dem Orchestra i Pomeriggi Musicali und der Kammerakademie Potsdam unter Dirigent*innen wie Kent Nagano, Ariane Matiakh, Joseph Bastian, Nil Venditti, Howard Griffith, John Axelrod und Holly Hyun Choe.
Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählen neben zahlreichen Wiedereinladungen insbesondere Debüts beim Orchestra della Svizzera Italiana, dem SWR Symphonieorchester und den Düsseldorfer Symphonikern sowie Solo-Recitals in der Berliner und Kölner Philharmonie, im Prinzregententheater München, der Elbphilharmonie Hamburg, der Tonhalle Zürich, dem KKL Luzern und dem Auditorium in Lyon. Zu seinen kammermusikalischen Partner*innen zählen das Quatuor Modigliani, die Geigerin Maria Ioudenitch und die Sopranistin Erika Baikoff mit Auftritten beim Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Brucknerhaus Linz, der Schubertíada Vilabertran und dem neu entstehenden FaustForum in Staufen.
Ein besonderes Kapitel beginnt mit seiner dreijährigen Residenz in Potsdam in der Reihe „Debüt im Nikolaisaal“, die solistische, kammermusikalische und orchestrale Projekte umfasst. 2022 nahm er auf Einladung der Orpheum Stiftung Zürich gemeinsam mit dem ORF Symphonieorchester unter Howard Griffith die Mozart-Klavierkonzerte KV 413 und KV 415 auf – Teil einer Gesamteinspielung der Mozart-Klavierkonzerte, die 2023 bei Alpha erschien. Im Winter 2024/25 folgte die veröffentlichte seiner erste Solo-CD mit Werken von Franck, Godowsky und Rachmaninow bei Alpha, die internationale Anerkennung fand. Roman Borisov ist stets auf der Suche und setzt sich neben dem großen europäischen und russischen Repertoire mit Komponist*innen wie John Corigliano, Ruth Crawford Seeger, Leopold Godowsky, Lowell Liebermann, Brett Dean, Grażyna Bacewicz und William Bolcom intensiv auseinander.
Er ist Alumnus der Sommerakademie des Verbier Festivals (2019), wo er mit dem Tabor Foundation Award als bester Absolvent der Klaviersektion ausgezeichnet wurde. Wichtige Impulse erhielt er dort von Sir András Schiff, Klaus Hellwig, Jean-Efflam Bavouzet, Joaquín Achúcarro und Sergei Babayan. Seit Januar 2022 lebt Borisov in Berlin und studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Eldar Nebolsin.