Schlosstheater
Gromes-SKO
7. Abonnementskonzert
Karten und Termine
Di, 01.06.2027 20:00 Uhr Konzert
Schlosstheater


STUTTGARTER KAMMERORCHESTER

RAPHAELA GROMES (Violoncello)

 

„Belle Époque“ Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33 (Fassung für Streichorchester)

Marie Jaëll: Konzert für Violoncello und Orchester F-Dur

Piotr I. Tschaikowsky: Streicherserenade C-Dur op. 48

 

„Eleganz, Engagement, technische Perfektion, Ausdruckskraft sowie Variationsbreite in Dynamik und Vibrato“ Le Diapason

 

Die Cellistin Raphaela Gromes gehört zu den prägenden Stimmen ihrer Generation. Seit 2016 ist sie Exklusivkünstlerin bei Sony Classical, ihre vielfach ausgezeichneten Alben wurden

u.a. mit dem Opus Klassik, dem Diapason d’Or und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik geehrt und führten die deutschen Klassikcharts an. Mit ihrem Erfolgsalbum Femmes (2023), das Werke von 24 Komponistinnen versammelt, erregte sie weltweit Aufsehen und setzte ein künstlerisches Zeichen für die Sichtbarkeit von Komponistinnen. 2025 folgte das Projekt Fortissima!: ein Doppelalbum mit neu entdeckten Werken von Komponistinnen, dazu ein gleichnamiges Buch im Goldmann Verlag / Penguin Random House. Im Buch erzählt Gromes die faszinierenden Lebensgeschichten dieser Frauen – klug, leidenschaftlich und mitreißend – und erweitert das musikalische Projekt um eine intellektuelle und gesellschaftliche Dimension. Präsentationen finden u. a. in Montpellier, in der Berliner Philharmonie und der Royal Albert Hall London statt.

Raphaela Gromes konzertiert in bedeutenden Sälen wie dem Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, der Elbphilharmonie Hamburg, dem BOZAR Brüssel, dem KKL Luzern, der Suntory Hall Tokyo und dem Arts Center Shanghai. Internationale Tourneen führten sie nach China, Japan, Australien, Taiwan, Korea, in die USA und nach Zentralamerika. Wiederholt trat sie mit dem Hallé Orchestra Manchester und den Festival Strings Lucerne auf. Solistische Auftritte hatte sie außerdem mit dem DSO Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem hr-Sinfonieorchester, dem Gürzenich Orchester Köln, der Hong Kong Sinfonietta, dem Yomiuri Nippon Orchestra, dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Swedish Chamber Orchestra und dem Kristiansand Symphony Orchestra. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Kent Nagano, Julian Rachlin, Christoph Poppen, Pietari Inkinen, Roberto González-Monjas, Miguel Harth-Bedoya, Adam Hickox und Anna Rakitina.

Neben ihrer mühelosen Virtuosität und einem seelenvollen, tief berührenden Spiel erregt sie besondere Aufmerksamkeit mit Weltersteinspielungen, darunter Richard Strauss’ erste Cellosonate, Julius Klengels Cellokonzert und Offenbachs Hommage à Rossini. Zahlreiche zeitgenössische Werke wurden ihr gewidmet, u. a. von Johannes Wiedenhofer, Kevin Volans, Dorothea Hofmann und Igor Loboda.

Seit 2012 bildet sie ein festes Duo mit dem Pianisten Julian Riem, dessen Arrangements die Grundlage für ihre außergewöhnliche programmatische Vielfalt bilden. Gemeinsam treten sie in unterschiedlichen Formationen auf, etwa mit dem Signum Saxophon Quartett, mit Harfe, Gesang oder in einem symphonischen Projekt mit dem Klavierduo Tal & Groethuysen und dem Geiger Daniel Dodds. Ihre Auftritte gelten als „Gewinn für die Musikwelt“, da sie – so Wilhelm Sinkowicz (Die Presse) – „das instrumentale Duettieren auf ihre Weise neu definieren“ und „Kammermusik auf symbiotische Art“ gestalten.

Raphaela Gromes engagiert sich zudem als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer und der José Carreras Stiftung. 2023 gab sie in Kyiv mit dem Ukrainischen Nationalorchester ein Solidaritätskonzert, nahm mit ihnen Dvořáks Cellokonzert sowie Werke ukrainischer Komponisten auf und ging anschließend mit ihnen auf große Europatournee.

 

Gegründet 1945, sieht sich das Stuttgarter Kammerorchester (SKO) heute als kulturelle Instanz in einer Doppelrolle. Gemeinsam mit dem künstlerischen Führungsduo – Chefdirigent Thomas Zehetmair und Markus Korselt als Geschäftsführendem Intendanten – folgen die Musikerinnen und Musiker der Vision, die Tradition zu bewahren und gleichzeitig klangliche und programmatische Maßstäbe für die Zukunft zu setzen. Aus der Spannung zwischen diesen beiden Polen schöpft das SKO seine kreative Energie. Das reiche, die Jahrhunderte überspannende Repertoire vom Barock bis hin zu Kompositionsaufträgen umschließt auch lustvolle Genreüberschreitungen mit Jazz und elektronischer Musik in aufregenden Formaten und Projekten nah am Publikum. Diese Bandbreite macht das SKO zu einem der versiertesten Klangkörper der Musikwelt.

Etwa 90 Konzerte stehen jährlich auf dem Spielplan, darunter bis zu zwei Interkontinentalreisen und Auftritte auf den großen Bühnen. Das Orchester präsentiert sich sowohl als „SKO pur” in seiner Stammbesetzung mit 17 Streichern als auch in großer Besetzung mit Meisterwerken aus Klassik und Romantik. Von 2024 bis 2027 entsteht mit Thomas Zehetmair eine Gesamtaufnahme und Gesamtaufführung aller Beethoven-Sinfonien.

Auf dem sich ständig wandelnden Gebiet der Digitalisierung entdeckt das Stuttgarter Kammerorchester immer neue kreative Felder. Seit 2018 entstehen hier innovative Projekte mit Extended Reality, Künstlicher Intelligenz, Robotik und Hologramm-Konzerten, die das klassische Fundament des Klangkörpers erweitern und dem Publikum neue künstlerische Erfahrungen bieten. Als erstes Orchester Deutschlands stellte das SKO 2022 von Papiernoten auf Tablets um. Angespornt vom Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit engagiert sich das SKO seit 2022 für einen klimabewussten Kulturbetrieb. Dazu gehörte bis 2024 die Klimaneutralstellung, die durch Vermeidung, Reduktion und Kompensation von CO2-Emission erreicht wurde. Seit 2025 wird der Fokus auf weitere Verringerung der CO2-Emission und regionale Aufforstungsprojekte gerichtet. Dazu gehört ein möglichst ressourcenschonender Betrieb, den CO2-Ausstoß wo immer möglich zu vermeiden oder zu reduzieren und auch das Publikum für klimabewusstes Handeln zu sensibilisieren.

Das SKO leistet mit seinem preisgekrönten Education-Programm „SKOhr-Labor“ für Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Herkunft einen unverzichtbaren Beitrag zur Musikkultur der nachfolgenden Generationen.

2023 gründete das SKO sein orchestereigenes Label „SKO records“, in dem mittlerweile vier Alben mit Musik von Beethoven, Mozart, Brahms, Schönberg, Schubert, Bartók und John Adams erschienen sind.