Schlosstheater
Fazil Say, Signum Quartett
4. Abonnementskonzert
Karten und Termine
Di, 19.01.2027 20:00 Uhr Konzert
Schlosstheater


FAZIL SAY (Klavier)

SIGNUM SAXOPHON QUARTETT

Michal Knot (Sopransaxophon)

Jacopo Taddei (Altsaxophon)

Alan Lužar (Tenorsaxophon)

Edoardo Zotti (Baritonsaxophon)

 

Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur op.44

(Bearbeitung für Saxophon-Quartett und Klavier)

Fazıl Say: Werk für Klavier solo, Programm wird noch bekanntgegeben

Fazıl Say: Auftragswerk für Saxophon-Quartett

(Welturaufführung 2027)

George Gershwin: Rhapsody in Blue

(Bearbeitung für Klavier und Saxophon-Quartett)

 

Mit seinem außergewöhnlichen pianistischen Vermögen be-rührt Fazıl Say seit mehr als fünfundzwanzig Jahren Publi-kum und Kritiker gleichermaßen auf eine Weise, die in der zunehmend materialistischen und aufwändig organisierten Welt der klassischen Musik selten geworden ist. Konzerte mit diesem Künstler sind etwas anderes. Sie sind direkter, offener, aufregender, kurzum: Sie treffen ins Herz.

Seit Beginn seiner Karriere hat er mit vielen namhaften ame-rikanischen und europäischen Orchestern sowie zahlreichen führenden Dirigenten zusammengespielt und dabei ein viel-seitiges Repertoire aufgebaut, das von Bach über die Wiener Klassik (Haydn, Mozart und Beethoven) und die Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik reicht, einschließlich seiner eigenen Kompositionen für Klavier. Gastspiele führten Fazıl Say in unzählige Länder auf allen fünf Kontinenten, und er tritt auch immer wieder als Kammermusiker auf. Mit der Gei-gerin Patricia Kopatchinskaja bildet er ein langjähriges Duo; weitere namhafte Partner sind Maxim Vengerov, das Minetti Quartett, Nicolas Altstaedt und Marianne Crebassa. Als Komponist hat Fazıl Say Auftragswerke für unter ande-rem das Boston Symphony Orchestra, das Orpheus Chamber Orchestra, die BBC, die Salzburger Festspiele, den WDR, die Münchner Philharmoniker, das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Wiener Konzerthaus, die Dresdner Philharmonie und die Fondation Louis Vuitton geschrieben. Sein Schaffen umfasst u. a. sechs Symphonien, zwei Oratorien, verschiedene Solokonzerte sowie zahlreiche Klavier- und Kammermusik-werke.

In der Saison 2025/2026 war Fazıl Say Artist in Residence beim Schleswig-Holstein Musik Festival und beim Gstaad Menuhin Festival. Während dieser Residenzen trat er mit langjährigen Partnerorchestern auf – darunter die Camerata Salzburg, das hr-Sinfonieorchester und die NDR Radiophilharmonie – und erlebte Uraufführungen seiner eigenen, neu in Auftrag gegebe-nen Werke bei beiden Festivals. Er ging auf eine China-Tournee mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und kehrte zum Tonhalle-Orchester Zürich, dem Philharmonischen Or-chester Monte-Carlo und mit einem Mozart-Zyklus zu dem Münchener Kammerorchester zurück. Darüber hinaus führ-te Say sein neuestes Klavierkonzert „Mother Earth“ in einer Reihe hochkarätiger Länderpremieren auf, unter anderem mit dem Philharmonia Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Helsinki Philharmonic, der RAI Torino und dem Orchestre National de Belgique. Rezitale führten Fazıl Say in dieser Saison an bedeutende Veranstaltungsorte, darunter in die Berliner Philharmonie, die Hamburger Elb-philharmonie, das Southbank Centre in London, die Alten Oper Frankfurt, die Kölner Philharmonie, das Festspielhaus Baden-Baden und das Muziekgebouw Amsterdam. Weitere Auftritte führten ihn in viele Städte in ganz Europa, darunter Paris, Toulouse, Rom, Mailand, Cremona, Bologna, Utrecht und Martigny. Darüber hinaus kehrte er zum Klavier-Festival Ruhr zurück und gibt Duo-Rezitale mit der Sopranistin Fatma Said im Konzerthaus Berlin und im Konzerthaus Dortmund. Als Komponist erlebte Fazıl Say in der Saison 2025/2026 die Uraufführung seines Mandolinenkonzerts – ein Auftrag von Avi Avital – das beim Schleswig-Holstein Musik Festival zur Aufführung kam. Zudem entstanden ein neues Streichquartett für das Goldmund Quartett sowie ein Konzert für antike Leier, das von dem Thessaloniki Staatsorchester in Auftrag gegeben wurde und im Wiener Musikverein uraufgeführt wurde. Fazıl Say hat eine umfangreiche Diskografie mit über 50 Auf-nahmen vorzuweisen, die bei Labels wie Teldec Classics, naï-ve und Warner Classics erschienen sind. Für sein Schaffen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter vier ECHO Klassik Awards und einem Gramophone Classical Music Award. Zu seinen Einspielungen zählen die vielgelobte Gesamtaufnahme der Beethoven-Klaviersonaten sowie Bachs „Goldberg-Variationen“, beide im Januar 2020 bei Warner Classics veröffentlicht. In der Saison 2025/2026 erscheint mit „Mozart and Mevlana“ ein bedeutendes neues Werk Says – ein eindrucksvoller musikalischer Dialog zwischen Ost und West, der gemeinsam mit Mozarts Requiem uraufgeführt wurde und von der Poesie Rumis inspiriert ist. Zudem veröffentlicht Say seine eigenen Kompositionen weiterhin auf seinem Label ACM.

 

Das SIGNUM Saxophon-Quartett ist alles – außer gewöhnlich: Vier herausragende Saxophonisten, die sich schon aus Studien-zeiten kennen und seitdem immer wieder neu erfinden. Musika-lische Grenzgänger, bei denen eine tiefe Hingabe zum klassischen Streichquartettklang Hand in Hand geht mit großer Begeisterung für die Rockklassiker unserer Zeit. Dazu ein unvergleichliches Charisma, das dem beeindruckenden, virtuosen Können von Michal Knot, Jacopo Taddei, Alan Lužar und Edoardo Zotti das Sahnehäubchen aufsetzt. Von der ersten Sekunde an entfachen die Ausnahmemusiker bei ihren Auftritten ein musikalisches Feuerwerk voller Emotionen – geprägt von einer unstillbaren Neugier nach stilistischen Grenz-erfahrungen und der unbeirrten Suche nach dem perfekten En-sembleklang. Ob Originalkompositionen für Saxophonquartett, Arrangements von Orchesterwerken, barocke Kompositionen oder Rockmusik – SIGNUMs unerschütterliche Liebe zur Musik reicht in nahezu alle Epochen und Genres. Erklären kann man diese meisterhafte Spielfreude kaum. Man muss sie erleben. Bei internationalen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet, debütierte das junge SIGNUM Saxophon-Quartett 2013 in der New Yorker Carnegie Hall und baute seinen Erfolg schon bald aus: Als „Rising Stars“ der European Concert Hall Organisa-tion (ECHO) folgte für die SIGNUMs 2014/15 der Schritt auf die größten der europäischen Bühnen, wo sie nun seit Jahren zu Hause sind. Dabei ist das SIGNUM Saxophon-Quartett nicht nur durch seine Konzerte in Quartettformation, son-dern auch durch Kollaborationen mit Musikerkolleg:innen regelmäßig in aller Munde. Mit Stargeiger Daniel Hope etwa standen die Vier nicht nur gemeinsam für das arte-Format „Hope@Home“ vor der TV-Kamera, sondern absolvierten gleich mehrere gemeinsame Bühnenauftritte. Die SIGNUMs stehen außerdem mit Ksenija Sidorova, Sarah Maria Sun und Fazil Say zusammen auf der Bühne.

Auch das Orchesterrepertoire der SIGNUMs wird ständig er-weitert – erst kürzlich haben sie mit einer neuen Bearbeitung von Mussorgskis „Bildern“ durch Jun Nagao für Streichorches-ter & Saxophonquartett debütiert; für die Saison 2027/28 ist ein neues Konzert von Avner Dorman in Planung. Das SIGNUM Saxophon-Quartett hat bereits mehrere Alben vorgelegt. 2021 erschien mit „Echoes“ die erste Einspielung beim Label Deutsche Grammophon. 2024 stellte das Ensemble sein neues Album vor: „Chameleon“ (Berlin Classics). SI-GNUM ist Selmer Paris Artist und seit 2024 „Ensemble in Residence“ der Bayer Kultur.