Schlosstheater
Emmanuel Pahud (Flöte) & Marie-Pierre Langlamet (Harfe)
6. Abonnementskonzert
Karten und Termine
Di, 05.05.2026 20:00 Uhr Konzert
Schlosstheater


Francis Poulenc: Sonate für Flöte und Klavier/ Harfe

Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate e-moll KV 304

Robert Schumann: Drei Fantasiestücke op. 73

Nino Rota: Sonate für Flöte und Harfe

Camille Saint-Saëns: Romance – Danse Macabre

Phillippe Gaubert: Madrigal – Nocturne & Allegro Scherzando

 

Der französisch-schweizerische Flötist Emmanuel Pahud begann sein Musikstudium im Alter von sechs Jahren. Er schloss sein Studium 1990 mit dem 1er Prix des Pariser Konservatoriums ab und setzte seine Ausbildung bei Aurèle Nicolet fort. Er gewann den 1. Preis bei den Wettbewerben in Duino, Kobe und Genf. Mit 22 Jahren wurde Emmanuel Pahud bei den Berliner Philharmonikern als Soloflötist unter Claudio Abbado engagiert, eine Position, die er bis heute innehat. Darüber hinaus genießt er eine umfangreiche internationale Karriere als Solist und Kammermusiker.

 

Emmanuel Pahud tritt regelmäßig bei bedeutenden Konzertreihen, Festivals und Orchestern weltweit auf und hat als Solist mit führenden Dirigenten wie Abbado, Antonini, Barenboim, Boulez, Fischer, Gergiev, Gardiner, Harding, Järvi, Maazel, Nézét-Séguin, Orozco-Estrada, Perlman, Pinnock, Rattle, Rostropovich und Zinman zusammengearbeitet.

Er ist ein engagierter Kammermusiker und gibt regelmäßig Konzerte mit den Pianisten Eric Le Sage, Alessio Bax, Yefim Bronfman, Hélène Grimaud, Stephen Kovacevich und spielt Jazz mit Jacky Terrasson. 1993 gründete er zusammen mit Eric Le Sage und Paul Meyer das Sommermusikfestival in Salon de Provence, das bis heute ein einzigartiges Kammermusikfestival ist. Er setzt auch seine kammermusikalischen Auftritte und Aufnahmen mit „Les Vents Français“ fort, einem der führenden Bläserquintette mit François Leleux, Paul Meyer, Gilbert Audin und Radovan Vlatkovic.

 

Emmanuel Pahud engagiert sich für die Erweiterung des Flötenrepertoires und gibt jedes Jahr neue Flötenwerke bei Komponisten wie Elliott Carter, Marc-André Dalbavie, Thierry Escaich, Toshio Hosokawa, Michaël Jarrell, Philippe Manoury, Matthias Pintscher, Christian Rivet, Eric Montalbetti, Luca Francesconi und Erkki-Sven Tüür in Auftrag.

Seit 1996 hat er 40 Alben exklusiv für EMI / Warner Classics eingespielt, die von der Kritik einhellig gelobt und mit Preisen bedacht wurden und einen der bedeutendsten Beiträge zur Flötenmusik darstellen.

 

Emmanuel Pahud ist Preisträger des Léonie-Sonning-Musikpreises für 2024. Er wurde für seinen Beitrag zur Musik mit dem Chevalier dans l‘Ordre des Arts et des Lettres geehrt und ist HonRAM der Royal Academy of Music.

Weil Marie-Pierre Langlamet unbedingt ein polyphones Instrument erlernen wollte, die Klavierklasse jedoch schon voll war, entschied sie sich für dieses Instrument. Die Harfe lernte sie durch das Kinder-Album Piccolo und Saxo kennen und war von ihr verzaubert. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt sie am Konservatorium in Nizza bei Elizabeth Fontan-Binoche. Später nahm sie an Meisterkursen von Jacqueline Borot und Lily Laskine teil.

 

Mit 15 Jahren erregte sie bereits internationale Aufmerksamkeit, als sie den höchsten Preis beim Maria Korchinska International Harp Competition und ein Jahr später den ersten Preis beim Wettbewerb der Cité des Arts in Paris gewann. Gerade 17-jährig wurde sie Solo-Harfenistin im Opernorchester von Nizza. Diese Position gab sie ein Jahr später wieder auf, um ihre Studien am Curtis Institute of Music in Philadelphia fortzusetzen. Sie gewann zahlreiche weitere Wettbewerbe, darunter den Harfenwettbewerb in Israel (1992), den Concert Artist Guild Competition New York (1989), den CIEM in Genf (1986) und den Louise Charpentier Wettbewerb Paris (1984). Von 1988 bis zu ihrer Aufnahme bei den Berliner Philharmonikern war sie stellvertretende Soloharfenistin der Metropolitan Opera New York.

 

Seit 1993 Mitglied der Berliner Philharmoniker, konzertiert Marie-Pierre Langlamet, weltweit als Solistin mit renommierten Kammermusikensembles und Orchestern, beispielsweise den Berliner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra und dem Orchestre de la Suisse Romande; darüber hinaus gibt sie zahlreiche Soloabende. Wegen ihrer Verdienste um die französische Musik erhielt die Harfenistin im Juni 2009 den französischen Orden für Kunst und Literatur. Seit 1995 unterrichtet Marie-Pierre Langlamet an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, außerdem lehrt sie an der Universität der Künste Berlin.