Concerto Köln
Chouchane Siranossian (Barockvioline)
Battle in Venezia“
Antonio Vivaldi: Sinfonia G-Dur RV 149
Michele Mascitti: Concerto A-Dur op. 7 Nr. 4
Pietro Locatelli: Konzert c-moll op. 3 Nr. 2 aus „L´arte del Violino“
Baldassare Galuppi: Sinfonia G-Dur
Giuseppe Tartini: Concerto d-Moll D 44
Antonio Vivaldi: Concerto D-Dur RV 208 „Grosso Mogul“
Chouchane Siranossian zählt heute zu den größten Virtuosen der internationalen Barockszene, sowohl solo als auch an der Seite vieler namhafter Orchester. Ihre Beherrschung des Instruments, unterstützt durch ihre musikwissenschaftliche Forschung, haben sie in einer beispielhaften Karriere zur gefragten Musikerin von großer Einzigartigkeit gemacht. Wenn Chouchane nicht auf der Bühne steht oder forscht, widmet sie sich ihrer Leidenschaft des Bergsteigens und Skitourengehens. Chouchane Siranossian begann die Saison 2024/25 mit einer Wiedereinladung des International Festival „Chopin and His Europe“ Warschau mit dem {oh!} Orkiestra Historyczna. Höhepunkte der Spielzeit waren die USA-/ Südamerika-Tournee mit dem Venice Baroque Orchestra mit Konzerten in São Paulo, Miami, Boston und San Diego sowie ihr Debüt mit dem Symphonieorchester des BR unter der Leitung von Andrea Marcon. Des Weiteren war sie wiederholt zu Gast bei den Dortmunder Philharmonikern, dem Orquestra de Valencia und dem Orquestra Metropolitana de Lisboa. Mit Kammermusikprogrammen war sie u.a. beim Kretinga Early Music Festival in Litauen, in Santander und Genf zu erleben.
Chouchane Siranossian begann die Ausbildung auf der Violine bei Tibor Varga in Sion. Bereits mit 15 Jahren wurde sie in die Klasse von Pavel Vernikov am CNSM in Lyon aufgenommen. Im Jahr 2002 wechselte sie zu Zakhar Bron an die Musikhochschule Zürich, wo sie 2007 ihr Solistendiplom mit höchster Auszeichnung erhielt. Kurz darauf wurde sie Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters St. Gallen (Schweiz), wo sie bis zu ihrem entscheidenden Treffen mit Reinhard Goebel blieb. Anschließend widmete sie sich in seiner Klasse am Mozarteum in Salzburg intensiv dem Studium der Alten Musik und arbeitete regelmäßig als Solistin mit ihm zusammen. Gleichzeitig spielt sie aber auch Uraufführungen und arbeitet mit Komponisten wie Daniel Schnyder, Marc-André Dalbavie, Aaron Kernis, Bechara El Khoury, Éric Tanguy, Benjamin Attahir und Thomas Demenga.
Leidenschaftliches Musizieren und die ungebrochene Lust an der Suche nach dem Unbekannten sind die Markenzeichen von Concerto Köln. Seit fast 40 Jahren zählt das Orchester mit dem unverwechselbaren Klang zu den führenden Ensembles im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Fest im Kölner Musikleben verwurzelt und gleichzeitig regelmäßig in den Musikmetropolen der Welt und bei renommierten Festivals zu Gast, steht Concerto Köln für herausragende Interpretationen Alter Musik.
Die Interpretationen werden nach sorgfältigem Quellenstudium in einem gemeinsamen Prozess erarbeitet. Barocke und frühklassische Werke werden zumeist unter der Leitung eines der Konzertmeister Evgeny Sviridov, Mayumi Hirasaki, Justyna Skatulnik oder Anna Dmitrieva einstudiert. Dabei steht immer eine Annäherung an den Originalklang der Entstehungszeit der jeweiligen Werke im Mittelpunkt. Diese Leidenschaft für die Suche nach dem historischen Klang verbindet das Ensemble auch in seiner langjährigen fruchtbaren Zusammenarbeit mit seinem Ehrendirigenten Kent Nagano und dem Geiger Shunske Sato.
Das Jahr 2025 begann mit einem Konzert in der Kölner Philharmonie, bei dem Concerto Köln zusammen mit der Pianistin Olga Pashchenko unter der Leitung von Harry Ogg ein originales Konzertformat aus dem 19. Jh aufleben lässt. Ein weiterer Höhepunkt war die Aufführung von Wagners „Siegfried“ im Rahmen des wissenschaftlich-künstlerischen Großprojekts „The Wagner Cycles“ unter Kent Nagano. Gemeinsam mit dem Dresdner Festspielorchester führt diese Produktion das Ensemble nach Prag, Paris, Köln, Dresden und Luzern. Im Mai gab es ein Wiedersehen mit der Sopranistin Jeanine De Bique, und im Sommer folgt eine erneute Zusammenarbeit mit Shunske Sato bei den Herrenchiemsee-Festspielen. Im Jahr 2025 feiert Concerto Köln sein 40-jähriges Bestehen. Grund genug, mit „We Celebrate“ eine eigene Konzertreihe ins Leben zu rufen, die jährlich einem besonderen Jubilar gewidmet ist. Den Auftakt macht das Ensemble im Herbst mit einer Hommage an Alessandro Scarlatti.
Seit 2008 ist das Ensemble eng mit dem Label Berlin Classics verbunden, bleibt aber auch für andere Labels aktiv. Die Diskografie umfasst mittlerweile über 75 Aufnahmen, darunter viele preisgekrönte Produktionen – so wurde beispielsweise die Aufnahme von Mozarts Le nozze di Figaro unter René Jacobs mit einem Grammy Arad ausgezeichnet.