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Beschreibung

Ein geflüchteter, kurdischer Regisseur aus Syrien, der seit zwei Jahren in Celle wohnt, soll seine Geschichte inszenieren. Das Theater hat ihm dafür einen Schauspieler zur Verfügung gestellt, der im Paris der 70er Jahre aufwuchs. Sein Vater musste wegen seines Glaubens emigrieren und nahm sich früh das Leben. Die beiden sich fremden Künstler begrüßen sich zur ersten Probe. Der Schauspieler eröffnet, dass er den Text des Regisseurs zwar gelesen habe, aber nicht spielen wolle. Denn er lehnt die enthaltene radikale Anklage gegen die Türkei ab, weil sie ausgrenzende Motive nur reproduziere. Der junge Künstler aus Syrien versucht, sein Anliegen durch seine Prägung zu erklären, denn sein Dorf, seine Bezugspunkte gibt es nicht mehr. Er braucht den Schauspieler, um seine Anklage als künstlerische Position vermitteln zu können. Doch der Schauspieler lehnt diese Position ab und antwortet ihm mit Geschichten, die ihn geprägt haben. Eine wütende, aber sprachlose Generation trifft auf eine sprachgewaltige ältere Generation. Beide ringen um die Macht der Bühne, um das Bedürfnis und die Schwierigkeit, positioniertes, politisches Theater „glaubhaft“ zu erzählen.

 

Premiere: 04.10.2018 | Malersaal

Besetzung

Mit
Mohamed Alhamad
Johann Schibli
Regie
Hussam Nimr
Dramaturgie
Andreas Döring
Regieassistenz
Joshua Taylor

 

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