Beschreibung

Mut zum Partykeller

 

Früher war alles besser. Zumindest, wenn man Hubertus Fängewisch glauben darf, der sein Publikum in diesem Monolog mit auf eine Zeitreise nimmt. Mal nostalgisch heiter, mal sentimental bissig erzählt er in unterhaltsamen Episoden, wie das Leben in Maunke früher war, wie das Dorf am berühmten Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilnahm. „Wir sind Golddorf! Maunker, freuet euch!“ – So titelte die Lokalzeitung einst über Maunke.
Heute erntet das Dörfchen andere Schlagzeilen. Nämlich, dass Hubert Fängewisch in seinem Partykeller Hitlers Geburtstag feierte. Schreibt die Lügenpresse. Fängewisch fühlt sich nach Strich und Faden beschissen. Und zwar um sein Leben.


Nach und nach entpuppt sich der Alleinunterhalter als gebrochener Mensch mit komplexer Vergangenheit. Das Publikum erahnt, dass es keine einfache Antwort gibt auf die Frage, warum einer, der Willy Brandt verehrt und 30 Jahre in der SPD war, ausgerechnet den Asylbewerber*innen im Dorf die Schuld an der rechtsradikalen Verrohung seines Sohnes gibt.


Klaus Chattens pointierter Text hat sich seit seiner Uraufführung vor gut einem Vierteljahrhundert zu einem modernen Theaterklassiker entwickelt, der mit schwarzem Humor einen Menschen zeigt, der heute wohl als „Abgehängter“ oder „Wutbürger“ gelten würde.

Premiere: 07.09.2019

Dauer: ca. 1:10 h

Besetzung

Hubert Fängewisch
Johann Schibli
Regie
Sebastian Reinhard Richter
Bühne und Kostüm
Birgit Bott
Dramaturgie
Matthias Schubert
Regieassistenz
Eike Brand

 

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