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Beschreibung

Unter dramatischen Umständen begegnen sich die Geschwister Iphigenie und Orest, beide aus dem Hause des Feldherrn Agamemnon, nach jahrelanger Trennung wieder: Iphigenie, einst vom eigenen Vater für politische Zwecke den Göttern geopfert und erst im letzten Moment durch Eingriff der Göttin Artemis gerettet und nach Tauris entführt. Orest, Mörder der eigenen Mutter, von den Erinnyen, den Rachegöttinnen, verfolgt, auf der Suche nach Erlösung von der Schuld. Späte Abkömmlinge einer Familie, deren Zusammenleben über Generationen hinweg durch nichts als Brutalität gekennzeichnet war: Brudermord, Inzest, Vergewaltigung.

 

Goethes Stück stellt die Frage, wie Frieden möglich ist. Seelischer und politischer. Was muss geschehen, dass ein Generationenfluch gelöst werden kann? Was muss geschehen, dass Fremde an fremde Ufer gelangen können, ohne dort Tod und Verderben befürchten zu müssen? Und wie kann ein eskalierender Konflikt anders als durch Waffengewalt gelöst werden?

 

Die Textfassung des Regisseurs Christian Fries integriert den in Versen abgefassten Text Goethes in eine Prosaform, die die bei Goethe teils nur angedeuteten Konfliktpotentiale klar benennt. In seiner Fassung ist es die sehr spezifische Psychologie der handelnden Personen, die die Handlung zu einem guten Ende kommen lässt. Vorübergehend, und mit wenig Aussicht auf bleibenden Frieden.

 

Premiere: 07.12.2019

Besetzung

Mit
Zora Fröhlich
Tanja Kübler
Felix Lüke
Hussam Nimr
Regie
Christian Fries
Bühne und Kostüm
Sabina Moncys
Dramaturgie
Karima Wolter
Regieassistenz
Marléne Jeffré

 

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