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Beschreibung

Mut zur Zivilcourage

 

Ein glückliches Leben: Ein Paar mit Kind, ein Haus am Stadtrand und ein eigenes Geschäft. Vor diesem explodiert eines Tages wie „aus dem Nichts“ eine Nagelbombe. Katjas deutsch-kurdischer Mann Nuri und der gemeinsame Sohn Rocco kommen bei dem Anschlag ums Leben. Katja wird alles entrissen, was in ihrem Leben zählt. Nichts kann ihre Trauer und Verzweiflung lindern. Katja findet keine Erklärung, dafür erfährt sie Ausgrenzungen und Verdächtigungen, mit denen sie in dieser Situation nie gerechnet hätte.


Hoffnung schöpft sie erst, als zwei Neonazis festgenommen werden, die unter Verdacht stehen, für die Mordtat verantwortlich zu sein. Der Gerichtsprozess erweist sich als belastend, da Katjas Integrität plötzlich in Frage gestellt wird. Als der Verteidiger der Gegenseite geschickt Zweifel sät, kommt es zum Freispruch und Katjas Wut kennt keine Grenzen.


Den Amoklauf Katjas kann das Theater nicht nachzeichnen. Aber Fatih Akin erzählt nicht nur von Rache, er erzählt auch davon, wie der deutsche Rechtsstaat mit den NSU-Opfern umgegangen ist, als Betroffene aus rassistischen Gründen zu Tätern stigmatisiert wurden. Es sind die Geschichten von Opfern, die erzählt werden müssen, um zu sensibilisieren, um der Empörung eine Stimme zu geben.

 

Premiere: 19.10.2019

Dauer: ca. 1:20 h

Besetzung

Katja
Anne Diemer
Annemarie, Mutter von Katja; Richterin
Tanja Kübler
Birigt, Freundin von Katja; Rocco, Sohn von Katja; Edda Möller
Stefanie Winner
Nuri, Mann von Katja; Ali, Vater von Nuri; Sachverständiger; Herr Möller, Vater von Edda Möller
Dino Nolting
Hülya, Mutter von Nuri; Danilo, Freund von Nuri
Alex Peil
Reetz, Kommissar; Haberbeck, Verteidiger von Edda Möller
Thomas Wenzel
Regie
Eike Weinreich
Bühne und Kostüm
Maylin Habig
Dramaturgie
Karima Wolter
Produktionsassistenz
Eike Brand

 

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