KAMMERMUSIKRING - 7. Konzert

TABEA ZIMMERMANN - Viola, DÉNES VARJÓN - Klavier

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Beschreibung

Programm:

Clara Schumann: Drei Romanzen op. 22

Fanny Hensel: Ausgewählte Lieder

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate für Viola und Klavier c-moll

György Kurtág: Auswahl aus „Signs, Games and Messages“

Franz Liszt: Romance oubliée

Frédéric Chopin: Cello-Sonate g-moll op. 65

 

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr sowohl ihr tiefes musikalisches Verständnis und die Natürlichkeit ihres Spiels als auch ihre charismatische Persönlichkeit. Dass sie heute als welt-weit führende Bratschistin gilt, gründet nicht nur in ihrer außergewöhnlichen Begabung, sondern ebenso in der frühen und intensiven Förderung durch ihre Eltern, der umfassenden Ausbildung durch exzellente Lehrer und dem unermüdlichen Enthusiasmus, mit dem sie ihr Verständnis der Werke und ihre Liebe zur Musik ihrem Publikum vermittelt.

 

Tabea Zimmermann erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Bratschenunterricht, zwei Jahre später begann sie mit dem Klavierspiel. An ihre Ausbildung bei Ulrich Koch an der Musikhochschule Freiburg schloss sich ein Studium bei Sandor Végh am Mozarteum in Salzburg an. Eine Reihe von Wettbewerbserfolgen krönte ihre Ausbildung, darunter erste Preise beim Concours International in Genf 1982, beim Wettbewerb „Maurice Vieux“ in Paris 1983 und in Budapest 1984. In Paris erhielt sie als Preis eine Bratsche des zeitgenössischen Geigenbauers Etienne Vatelot, auf der sie seitdem spielt. Professuren hatte Tabea Zimmermann an der Musikhochschule Saarbrücken und an der Frankfurter Hochschule für Musik inne; seit 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, wo sie inzwischen mit ihren drei Kindern lebt. Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Frankfurter Musikpreis, dem Hessischen Kulturpreis, dem Rhein-gau Musikpreis, dem Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigia-na in Siena und dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau.

 

Als Solistin spielt Tabea Zimmermann regelmäßig mit den weltweit bedeutendsten Orchestern. Sie hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt, u. a. von Ligeti, Holliger, Rihm, Beyer und Mantovani. In der Saison 2017/18 hat sie neue Bratschenkonzerte von Brett Dean und York Höller uraufgeführt.

 

Das Hindemith-Jahr 2013 nahm sie zum Anlass, eine glänzend besprochene Gesamteinspielung aller Bratschenwerke von Paul Hindemith vor-zulegen. Insgesamt dokumentieren etwa 50 CDs Tabea Zimmermanns musikalisches Schaffen mit Werken von Bach, Bartók, Brahms, Ravel, Dutilleux, Debussy, Reger, Schubert und Mozart.

 

Tabea Zimmermann ist Stiftungs-ratsmitglied der Hindemith-Stiftung mit Sitz in Blonay, Schweiz, und Botschafterin der Bundesstiftung Kinderhospiz. Im Juli 2013 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden des Vereins Beethoven-Haus Bonn ernannt.

 

Der ungarische Pianist Dénes Várjon studierte an der Franz-Liszt-Akademie Budapest bei Ferec Rados und Gyögy Kurtág und nahm bereits als Jugendlicher jährlich an internationalen Meisterkursen von András Schiff teil. 1991 schloss er seine Studien mit dem Konzertdiplom ab und ist seit 1994 Professor an der Liszt-Akademie. 1997 wurde ihm von der ungarischen Regierung der Liszt-Preis verliehen. Dénes Várjon war 1991 erster und bisher jüngster Preisträger beim Concours Géza Anda in Zürich. Kurz darauf debütierte er als Solist mit der Camerata Salzburg unter der Leitung von Sándor Végh bei den Salzburger Festspielen.

Als eine der wichtigsten ungarischen Musikerpersönlichkeiten seiner Generation spielt der Künstler seit vielen Jahren regelmäßig in den wichtigsten Musikmetropolen Europas und der USA und ist Gast bei internationalen Festivals. Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie dem Wiener Kammerorchester, dem American Symphony Orchester, dem Münchener Kammerorchester, der Camerata Bern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Ungarischen Staatsorchester, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, dem Budapest Festival Orchester und Gidon Kremers Kremerata Baltica unter namhaften Dirigenten wie Heinz Holliger, Adam Fischer, Ivan Fischer, Leopold Hager, Horst Stein und Sir George Solti. Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Dénes Várjon mit großem Engagement der Kammermusik. Zu seinen Partnern gehören u. a. Steven Isserlis, Joshua Bell, Evelyn Glennie, Clemens, Lukas und Veronika Hagen, Heinz Holliger, Leonidas Kavakos, Miklós Pérenyi, András Schiff, Carolin Widmann, Radovan Vlatkovic, Tabea Zimmer-mann, das Carmina Quartett, das Takács Quartett, das Keller Quartett und das Ensemble Wien-Berlin. Eine ebenso intensive Zusammenarbeit existiert mit dem Komponisten und Klarinettisten Jörg Widmann.

 

Dénes Várjon kann auf eine umfangreiche Diskographie verweisen. Dazu gehören eine Produktion mit András Schiff, Heinz Holliger und dem Buda-pest Festival Orchester (Sándor Veress, „Hommage á Paul Klee“) und die Solo-CD „Hommage á Géza Anda“. Ferner gibt es Aufnahmen mit Carolin Widmann (sämtliche Schumann-Sonaten), Christoph Richter und Steven Isserlis sowie eine Solo-CD mit Stücken von Berg, Janáček und Liszt.

 

 

 

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