KAMMERMUSIKRING - 3. Konzert - 27.11.2018

BELCEA QUARTETT

 

Beschreibung

Corina Belcea – Violine
Axel Schacher – Violine
Krzysztof Chorzelski – Viola
Antoine Lederlin – Violoncello


Programm:

“Letzte Quartetette…”
- Wolfgang Amadeus Mozart: Streicherquartett B-dur KV 589
- Béla Bartók: Streicherquartett Nr. 6 SZ 114
- Felix Mendelssohn Bartholdy: Streicherquartett f-moll op. 80

 

Was das Belcea Quartet im Vorwort  zu seiner Gesamtaufnahme der Beethoven-Streichquartette schreibt, gilt für sein gesamtes künstlerisches Wirken: die Musiker lassen sich nicht von Grenzen einengen; kein geographischer Ort und kein Repertoire kann sie einschränken. 1994 am Londoner Royal College of Music gegründet, drängt sich eine Verortung nach Großbritannien auf. Mit der rumänischen Violinistin Corina Belcea und dem polnischen Bratschisten Krzysztof Chorzelski bringen jedoch gleich zwei Gründungsmitglieder eine andere künstlerische Herkunft in das Ensemble ein. Wichtige Im-pulse bekamen sie zudem von ihren Mentoren, Mitgliedern des Alban Berg Quartetts und des Amadeus Quartetts. Das Spektrum wird durch die französischen Musiker Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) erweitert. Das Belcea Quartet verbindet seine mannigfaltigen Einflüsse zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache.

 

Diese Vielfalt spiegelt sich im Repertoire des Belcea Quartets wider. Regelmäßige Uraufführungen – u. a. Mark-Anthony Turnages Streich-quartette „Twisted Blues with Twisted Ballad“ (2010) und „Contusion“ (2014), Thomas Larchers “Lucid Dreams“ (2015) sowie das 4. Streich-quartett von Krzysztof Penderecki (2016) – gehen mit einer tiefen Verbundenheit mit Werken der späten Klassik und der Romantik einher. Das Quartett findet stets seine ganz eigene, elegante und feine Interpretation der Werke, die in Konzerthäusern wie der Wigmore Hall London, der Kölner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam, der Lotte Hall in Seoul, der Philharmonie in Paris sowie dem Pierre Boulez-Saal Berlin zu begeistert aufgenommenen Auftritten führt. Partner des Quartetts sind u. a. Piotr Anderszewski, Till Fellner, Matthias Goerne und Antoine Tamestit. Die Musiker haben zudem eine eigene Stiftung gegrün-det, deren Ziel die Förderung und die Inspiration junger Streichquartette durch intensive gemeinsame Probenarbeit ist. Außerdem unterstützt sie führende zeitgenössische Komponisten durch die Erteilung von Kompositionsaufträgen zur Uraufführung durch das Quartett. Seit der Spielzeit 2017/18 ist das Quartett Ensemble in Residence im Pierre Boulez-Saal.

 

Das Belcea Quartet kann auf eine beeindruckende Diskographie verweisen. Es hat alle Streichquartette von Britten und Bartók sowie Werke von Schubert, Mozart und Dutilleux ein-gespielt. 2012/13 haben die Musiker sämtliche Streichquartette von Beethoven aufgenommen. Für diese und vorherige Einspielungen wurden die vier mit bedeutenden Preisen geehrt, u. a. dem Gramophone Award und dem „Echo Klassik“. Im Herbst 2015 zum 20. Jubiläum des Belcea Quartetts – erschienen CD´s mit Werken von Webern, Berg und Schönberg. Im selben Jahr wurde die von der Presse hochgelobte Gesamtaufnahme von Brahms‘ Streichquartetten und Klavierquintett veröffentlicht, sie ist mit einem „Echo Klassik“ sowie dem Diapason d´or de L`année 2016 aus-gezeichnet worden. Die Aufführungen aller Beethoven-Streichquartette im Konzerthaus Wien 2012 wurde im Fernsehen übertragen und erschien im Herbst 2014 auf DVD und Bluray Disc, zusammen mit dem Dokumentarfilm von Jean-Claude Mocik über das gesamte Projekt „Auf den Pfaden der Beethoven-Streichquartette“.

 

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