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Beschreibung

Der Architekt lässt sich entschuldigen. So müssen an diesem Abend andere erklären, was es mit dem "Neuen Bauen" auf sich hat. In seinen Celler Anfängen war Otto Haesler durchaus dem Geschmack seiner Zeit verpflichtet. Seine vielfältigen Um- und Neubauten setzen sich differenziert mit dem umliegenden Baubestand auseinander. Umso verstörender auf die Celler Bürgerschaft wirkte Haeslers kompromissloser Aufbruch in die architektonische Moderne, den er in den frühen 1920er Jahren vollzog. Technische und baukünstlerische Innovationen führten zu einer neuen Formsprache: Kubische Bauten und Zeilensiedlungen bestimmten fortan das Stadtbild. Die Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Schuldirektor Ohlendorf etwa ist alles andere als begeistert von dem L-förmigen Flachdach-Haus, das das preußische Hochbauamt als Dienstwohnung für ihn in Auftrag gegeben hatte. In HAESLER, FÜR EIN NEUES CELLE begegnen sich Verfechter und Gegner des "Neuen Bauens", treffen programmatische Erklärungen auf Geschmacksurteile, kollidieren Träume von einer Stadt der Zukunft mit der sozialen und politischen Realität. Das alles im einzigartigen Ambiente des Direktorenhauses, das mit seiner modernen Stahlskelettkonstruktion zu den Ikonen der Einzelhaus-Architektur in Deutschland zählt. Allein der Mann, der Celle einst ein neues Gesicht gab, tritt nicht in Erscheinung. So bleibt es bei Mutmaßungen über den abwesenden Herrn Haesler. Und über die Bedeutung seines Werkes.

 

Premiere: 09.05.2019 | Galerie Dr. Jochim im Haesler Haus

 

Pressestimmen:

 

Die Cellesche Zeitung schreibt: "Großartig für das Stück ist die Tatsache, dass die Aufführung an einem "Originalschauplatz" stattfinden kann. Dort bezieht das Theaterstück - stark umjubelt vom Publikum - auch klar Stellung, mit seinem Appell zur achtvollen Erhaltung." Die vollständige Premierenkritik von Doris Hennies finden Sie hier.

 

 

 

Besetzung

Mit
Tanja Kübler
Stefanie Winner
Thomas Wenzel
Regie
Sebastian Richter
Texteinrichtung
Matthias Schubert
Kostüm
Iris Wuthnow
Dramaturgie
Matthias Schubert

 

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