Beschreibung

Nach Jahren blutiger Konflikte scheint 1993 der Weg in eine friedlichere Zukunft möglich: Das Oslo-Abkommen wird unterzeichnet; auf dem Rasen vor dem Weißen Haus schütteln der Palästinenserführer Yassir Arafat und Israels Ministerpräsident Jitzchak Rabin einander zum ersten Mal die Hände. Die Anbahnung der historischen Übereinkunft verlief weniger staatstragend: Die Verhandlungen gingen abseits der offiziellen Kanäle, heimlich (und höchst illegal) arrangiert von einem norwegischen Diplomatenpaar vonstatten. J.T. Rogers’ Hinterzimmer-Thriller führt in eine abgeschiedene Villa außerhalb Oslos, in der sich Vertreter Israels und der PLO über Monate hinweg treffen, ohne Presse, Protokolle und förmliches Skript, zutiefst misstrauisch und doch von der Hoffnung getrieben, einen gemeinsamen Weg zu finden. Das historisch getreue Stück verwandelt komplexe Politik in lebendige Unterhaltung und zeigt beispielhaft, wie man Konflikte auf friedlichem Wege entschärft. Ein Muster mit Nachahmungswert.

 

„Wir können einander nicht entkommen, die Ihren und die Meinen. Wir sind verstrickt. Es ist unser Schicksal.“

 

Premiere am 24. September 2021

Einführung

Besetzung

Johan Jørgen Holst, Thor Bjornevog, Ron Pundak
Marianne Heiberg, Toril Grandal
Ruth Kennecke
Terje Rød-Larsen
Florian Kleine
Mona Juul
Caroline Pischel
Trond Gundersen, Jossi Beilin
Dino Nolting
Ahmed Kurei (auch bekannt als „Abu Ala“)
Johann Schibli
Hassan Asfur
Marius Leonard
Uri Savir
Jan Arne Looss
Joel Singer
Philipp Keßel
Jair Hirschfeld
Fabian Lichottka
Regie
Andreas Döring
Bühne und Kostüm
Martin Käser
Regieassistenz
Benjamin Retetzki
Dramaturgie
Matthias Schubert

Pressestimmen

„Oslo“ – spannendes Stück um Verhandlungstechniken hat Premiere im Schlosstheater

 

Was ist das für ein einzigartiges Stück im Schlosstheater! Da wird doch tatsächlich politisches Weltgeschehen auf die Bühne gebracht, von dem wohl alle Theaterbesucher schon einmal etwas gehört haben dürften, aber wohl nur die wenigsten wissen, was es damit auf sich hat. Oder besser: hatte. … In der Celler Inszenierung durch Schlosstheaterintendanten Andreas Döring klappt das so gut, dass, wohl mehr oder weniger das komplette Publikum den Vorgängen beziehungsweise den Diskussionen und Auseinandersetzungen auf der Bühne gebannt folgte. … Ein sehr sehenswerter Abend!

Reinald Hanke in der Celleschen Zeitung vom 27.09.2021