FUROR

von Lutz Hübner und Sara Nemitz

 

Beschreibung

„Du hast nichts auf der Hand, aber ich kann dir das Leben richtig schwer machen. Richtig schwer…“

 

Zwei Welten treffen in einem Wohnzimmer aufeinander. Heiko Braubach, Lokalpolitiker und Oberbürgermeister-Kandidat im Wahlkampf, besucht Nele, deren Sohn er angefahren hat. Er möchte Nele und ihren schwer verletzten Sohn unterstützen, obwohl er an dem Unfall keine Schuld zu haben scheint. Nele, eine Altenpflegerin, die jeden Cent zweimal umdrehen muss, ist dankbar für konkrete Hilfe und geneigt, das Angebot anzunehmen. Doch ihr Neffe Jerome hat Bedenken. Ist Braubachs Besuch nicht vor allem Wahlkampftaktik? Steckt hinter der Hilfsbereitschaft ein Schuldeingeständnis? Immerhin ist im Internet zu lesen, Braubach sei am Unfalltag angetrunken gewesen und zu schnell gefahren. Warum ist davon im Bericht der Polizei nichts zu lesen? Aus Jeromes Misstrauen wird offene Feindseligkeit. Er spricht von Manipulation der „Systempresse“, von Korruption und von Verrat. Fakten mischen sich mit Gerüchten, berechtigte Wut mit irrationalem Hass. Die Vorwürfe sind Braubach bestens aus dem Netz bekannt. Er hat sie in zahllosen Tiraden anonymer Trolle gelesen, ist bedroht worden und sieht sich nun einem Menschen gegenüber, der die Personifikation all dessen zu sein scheint.

 

Premiere: 6. November 2020

 

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