Chiaroscuro Quartett
Alina Ibragimova (Violine)
Charlotte Saluste-Bridoux (Violine)
Emilie Hörnlund (Viola)
Claire Thirion (Violoncello)
Christian Poltéra (Violoncello)
Henry Purcell: Three Fantasias
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Es-Dur op.127
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D. 956
„Alles wird anders: die Wahrnehmung der einzelnen Instrumente, die Farben der Klänge, Auftritt und Gewicht der Motive. Eine Überraschung jagt die andere. Denn Beethoven war genial. Und das Chiaroscuro-Quartett ist es auch.“ (BR-Klassik)
2005 gegründet, wurde das Chiaroscuro Quartett vom Magazin Gramophone als „Wegbereiter für die authentische Aufführung hochklassischer Kammermusik“ bezeichnet. Das internationale Ensemble spielt Musik der Klassik und Frühromantik auf Darmsaiten und mit historischen Bögen. Der einzigartige Klang des Quartetts – vom Observer als „ein Schock der besten Art für die Ohren“ beschrieben – wird von Publikum und Kritikern in ganz Europa hoch gelobt.
Zu den Kammermusikpartnern des Ensembles zählen renommierte Künstler wie Kristian Bezuidenhout, Trevor Pinnock, Jonathan Cohen, Nicolas Baldeyrou, Chen Halevi, Malcolm Bilson, Matthew Hunt, Christian Poltera, Cédric Tiberghien und Christophe Coin.
Weitere Höhepunkte der letzten Zeit waren Tourneen nach Japan und in die USA sowie Auftritte im Wiener Konzerthaus, beim Edinburgh International Festival, im Berliner Pierre Boulez Saal, im Beethoven Haus Bonn, im Salzburger Mozarteum, in der Wigmore Hall London, der Laeiszhalle Hamburg und im Concertgebouw Amsterdam. Eine Tournee durch Nordamerika führte sie unter anderem in die Weill Hall New York, den Schubert Club St. Paul, die Philips Collection Washington DC und die Menil Collection Houston.
Zu den jüngsten Veröffentlichungen des Ensembles gehören die Streichquartette von Beethoven op. 74 und op. 130, Mozarts Preußische Quartette und Haydns op. 33 (Band 1). Für die Zukunft ist die Veröffentlichung des zweiten Bandes von Haydns op. 33 und Beethovens Razumovsky-Quartetten geplant.
Das Chiaroscuro Quartett dankt der Jumpstart Jr Foundation für die freundliche Leihgabe einer Andrea-Amati-Violine von 1570.
Christian Poltéra, 1977 in Zürich geboren, erhielt Unterricht bei Nancy Chumachenco sowie Boris Pergamenschikow und studierte später bei Heinrich Schiff in Salzburg und Wien.
Als Solist arbeitet er mit führenden Orchestern zusammen wie z.B. dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Los Angeles Philharmonic, den Münchner Philharmonikern, dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Santa Cecilia Orchestra Rom, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre de Paris, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Camerata Salzburg. Dabei gehören Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Bernard Haitink, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Paavo Järvi und Andris Nelsons zu seinen Partnern.
2004 wurde er mit dem Borletti-Buitoni Award ausgezeichnet und als BBC New Generation Artist ausgewählt. Christian Poltéra widmet sich auch intensiv der Kammermusik mit Musikern wie Mitsuko Uchida, Christian Tetzlaff, Isabelle Faust, Leif Ove Andsnes, Kathryn Stott, Esther Hoppe, Ronald Brautigam, dem Zehetmair, Belcea, Auryn und dem Hagen Quartett. Zusammen mit Frank Peter Zimmermann und Antoine Tamestit bildet er ein festes Streichtrio, das Trio Zimmermann, das in den bedeutenden Musikmetropolen zu Gast ist.
Ferner tritt er bei renommierten Festivals wie Salzburg, Luzern, Edinburgh, Berlin, Wien, Schleswig-Holstein und London (Proms) auf. Seit 2013 ist Christian Poltéra künstlerischer Leiter der Kammermusiktage in der Bergkirche Büsingen.
Christian Poltéras zahlreiche Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges Repertoire wider und sind vielfach ausgezeichnet worden (u.a. BBC Music Magazine Award, Gramophone Choice, Diapason d’Or de l’Année). Cellokonzerte von Dvorak, Haydn, Walton, Prokofiev, Schostakowitsch, Dutilleux, Lutosławski, Martinu und Ligeti gehören ebenso dazu wie Sonaten von Mendelssohn, Fauré und Brahms. Mit dem Trio Zimmermann hat er Einspielungen mit Werken von Mozart, Beethoven, Bach, Hindemith und Schönberg vorgelegt.
Christian Poltéra ist Professor an der Hochschule Luzern. Er gibt regelmäßig Meisterkurse und ist Juror an verschiedenen Cellowettbewerben, u.a. beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Zudem hat er Urtext-Ausgaben für den Henle-Verlag herausgegeben. Christian Poltéra spielt ein Violoncello von Antonio Casini aus dem Jahr 1675 und das berühmte „Mara“ Stradivari von 1711.