HALLE 19
AB JETZT
von Alan Ayckbourn, Deutsch von Corinna Brocher und Peter Zadeck
Karten und Termine

„Einmal mehr eine Inszenierung, die das Zuschauen lohnt“ (Jürgen Poestges, Cellesche Zeitung, 19.09.2023)

Der Komponist Jerome arbeitet besessen an einem zeitgenössischen Werk zum Thema „Liebe“. Dafür hat er seine Wohnung mit Mikrofonen bestückt, um ununterbrochen alles aufzeichnen zu können. Doch seit ihn seine Frau und Tochter– nicht zuletzt wegen seines künstlerischen Abhörwahns – verlassen haben, hat er eine Schaffenskrise.

Um wieder kreativ arbeiten zu können, fordert Jerome, er müsse seine Tochter ab und an sehen. Seinen Roboter, den er zur Verwendung als Kindermädchen konstruiert hatte, will er nun umprogrammieren zur mustergültigen Hausfrau und Mutter, um endlich vom Jugendamt das Sorgerecht zu erlangen. Bisher allerdings hegen sowohl das Jugendamt als auch seine Ex-Frau berechtigte Zweifel an der sozialen Kompetenz des Künstlers.

Und als die Maschine den fürsorglichen Part nicht zufriedenstellend übernehmen kann oder will, mietet Jerome eine Schauspielerin, die diese Rolle einfach spielen soll…

In dieser Science-Fiction-Komödie zum Thema Mensch und Maschine, echtem Gefühl und künstlicher Geste, entfaltet Altmeister Ayckbourns eine irrwitzige Situationskomik. Hatte er die Diskussion um die künstliche Intelligenz vorausgeahnt, als er das Stück vor bald 40 Jahren schrieb?