CELLER LOCH

Eine Polit-Rock-Satire mit Mutz und Freunden

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Beschreibung

Im Sommer 1978 ließen Verfassungsschützer an der Celler Gefängnismauer eine Bombe sprengen, um V-Leute in die RAF „einzuschleusen“. Doch die Bombe riss nur ein etwa 40 cm kleines Loch – dadurch konnte doch keiner rein in die JVA oder auch raus? Wie schaffte es der Verfassungsschutz dennoch, seine V-Männer „einzuschleusen“, um terroristische Kreise zu Straftaten anzustiften, die sie dann überführbar machen sollten? Antwort: Gar nicht. Denn diese V-Männer waren kriminelle Jungs, die in Freiheit vor allem ihre alten kriminellen Tätigkeiten fortsetzten. Zum Glück gab es zwei Celler Vollzugsbeamte, die die Szene kannten; zwei leidenschaftliche Musiker, auch als die Celler Bluesrock-Brothers bekannt. Sie ließen sich vom Superagenten M., Deckname „Bundesratte“, engagieren, um für die gescheiterten V-Männer unter deren Identität weiterzumachen. Während der Verfassungsschutz also seine V-Männer im Ausland untertauchen lässt, agieren an ihrer statt die Celler Bluesrock-Brothers, nunmehr mit zwei Aufträgen: Zum einen sollen sie in der Polit-Rock-Szene die Sympathisanten der RAF aufspüren, zum anderen will die Unterhaltungsindustrie, für die M. als Privatdetektiv auch tätig ist, mit dem deutschen Polit-Rock endlich Geld verdienen. Deshalb infiltrieren seither die Celler Bluesrock-Brothers im Auftrag von ganz Oben die deutsche Musikszene, angefangen bei Rio Reiser und Ton Steine Scherben über die Ärzte, BAP, Udo Lindenberg – bis heute. So wurde durch das Celler Loch der Kommerz in den deutschen Polit-Rock eingeschleust.

 

Premiere: 22.03.2019 | Schlosstheater

 

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