Beschreibung

Der Schauspieler David Aschinger soll ein Theaterstück mit dem Titel „Flasche leer“ spielen, den Monolog von Knut, einem Alkoholiker. Er versichert seinem Publikum, bald mit dem Spielen anzufangen, gerät aber stattdessen immer wieder ins Erzählen: über das Theater, den Schauspielerberuf und seine eigenen Erfahrungen mit dem Alkohol. Er schildert die Geschichte einer sich immer rasanter entwickelnden Trinker-Karriere und wechselt dabei zwischen Privatperson und Rolle – die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwinden …

 

Der Autor Thilo Reffert studierte zunächst mehrere Semester Medizin. Später gründete er eine Theatergruppe, studierte Theaterwissenschaften und Neuere deutsche Literatur und arbeitete als Dramaturg und Theaterpädagoge. Ab 2001 begann Reffert Theaterstücke zu schreiben. Der Monolog „Flasche leer“ entstand als Auftragswerk für das Theater Altmark Stendal.

 

Diese Inszenierung ist ursprünglich am Theater Koblenz in der Spielzeit 2010/2011 entstanden.

 

Die Produktion kann auf Anfrage auch als Klassenzimmerstück gebucht werden.

Kontakt: theaterpaedagogik@schlosstheater-celle.de oder (051 41) 9 05 08-18.


Dauer des Stücks: ca. 50 min (ohne Pause)

 

Premiere: 11.10.2014 | HALLE 19

Besetzung

Mit
Felix Meyer
Regie
Markus Dietze

Pressestimmen

Chancen auf Dauererfolg

 

 

„Flasche leer“ überzeugt trotz einiger Schwächen Celler Publikum


CELLE. Thilo Refferts „Flasche leer“ als von jetzt auf gleich eingefügte Ersatzpremiere im Studio des Schlosstheaters, da stutzte man zunächst. Wie soll es gehen, dass ein Einpersonenstück so schnell auf die Bühne zu bringen ist. Der neue Schlosstheaterschauspieler Felix Meyer machte es möglich, denn er hat das Stück vor einigen Jahren in Koblenz als Schülerstück so oft erfolgreich gespielt, dass er selbst nach einem Jahr Pause den Text noch immer gut drauf hat. Da sein Koblenzer Regisseur Markus Dietze nicht so kurzfristig zur Verfügung stand, machte sich Meyer kurzerhand alleine an die Arbeit einer Wiederbelebung dieser Produktion und präsentierte nun das Erlebnis einem Publikum, das sich zu Recht sehr angetan zeigte. […]

Schauspieler Felix Meyer spielt in „Flasche leer“ den Schauspieler Aschinger, der einen Trinksüchtigen, nämlich Knut, darstellen soll. Aschinger aber ist selbst dem Alkohol verfallen. Im Laufe des Stückes kann er immer weniger zwischen seinem Spiel und seiner eigenen Realität als Trinker unterscheiden. Kein Wunder daher, dass die ganze Sache letztlich aus dem Ruder läuft. […] Die Grundidee des Stückes, das Nichtunterscheidenkönnen des Alkoholikers zwischen Schein und Sein, das ist eine frappierende schlüssige Idee. […] Man weiß schon bald, wie das Stück ausgeht, wodurch dem Schauspieler eine große Last auferlegt wird, denn er muss ganz alleine das dramaturgische Gefälle durch sein Spiel überbrücken. Kaum zu glauben: Meyer gelingt das bestens. Eine faszinierende Leistung. […]

Diese Aufführung ist in sich so überzeugend gelungen, dass es bestimmt nur eine Frage der Zeit ist bis die Schulen dieses Stück als Klassenzimmerstück nachfragen werden. Aber auch als knapp einstündiges Abendstück trägt es bestens […]. Und dann werden den 101 Aufführungen in Koblenz noch ganz viele in Celle nachfolgen.

Cellesche Zeitung, 13.10.2014

 

 

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