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Beschreibung

Oskar Matzerath hat mit drei Jahren aufgehört zu wachsen. Er hat sich der Welt der Erwachsenen verwehrt. Seitdem trommelt er ununterbrochen auf seiner Blechtrommel. Er erinnert an seine Familiengeschichte ab dem Tag der Zeugung seiner Mutter, und diese Geschichte ist auch eine Geschichte des Nazismus. Die Lügen im Privaten sind verknüpft mit den Verbrechen der faschistischen Gesellschaft. Die Gewaltbereitschaft zuhause spiegelt, was zum Zivilisationsbruch, dem Holocaust, führte.

 

Günter Grass’ 1959 veröffentlichter Roman DIE BLECHTROMMEL gehört zu den bedeutendsten literarischen Auseinandersetzungen mit dem deutschen Faschismus. Die Theaterfassung von Oliver Reese erzählt zentrale Szenen des Romans allein aus der Perspektive Oskars und wird seit 2015 in vielen deutschen Städten gespielt. In einer Zeit, in der rechtes Denken in der Mitte der Gesellschaft an Selbstbewusstsein gewinnt, wird Oskars Trommeln zum bewussten Akt des Erinnerns und Erzählens.

 

Premiere: 26.10.2017 | HALLE 19

Besetzung

 

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